Golf - Großes Spiel mit einen kleinen weißen Ball

Kaum eine andere Sportart fasziniert so wie Golf. Der Legende nach haben schottische Schäfer das Spiel mit dem kleinen Ball und den langen Schlägern erfunden. 1457 verbot der schottische König James II seinen Rittern das Golfspiel und ordnete stattdessen das Üben des Bogenschießens an. Seit dieser Zeit hat sich Golf vom elitären und teuren Zeitvertreib zum Volkssport vor allem in den USA, Großbritannien und Schweden entwickelt. Weltweit spielen rund 50 Millionen Golf, in Deutschland sind 600.000 Menschen im Deutschen Golfverband (DGV) organisiert, Tendenz steigend. Der DGV betreut auch die 780 Golfplätze und Golfanlagen, die es bundesweit gibt. Um auf einem Golfplatz spielen zu dürfen, müssen die Golfer Mitglied eines inländischen oder eines vom DGV anerkannten ausländischen Golfclubs sein. In letzter Zeit hat die Entwicklung der öffentlichen Golfplätze in Deutschland stark zugenommen, statt einer hohen Aufnahmegebühr bieten diese Golfclubs Monatsverträge an, die preislich mit der Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio vergleichbar sind. Weiterhin gibt es die Vereinigung der clubfreien Golfer (VCG), eine Organisation unter dem Dach des Deutschen Golfverbandes, in der die Golfer organisiert sind, die keinem Golfclub beitreten wollen. Daneben gibt es geschätzt noch 600.000 Golfer, die in Deutschland überhaupt nicht organisiert sind, aber im Urlaub im Ausland die Schläger schwingen. Eine weitere Möglichkeit, die viele der in Clubs organisierten Golfer ebenso gern nutzen wie die freien Spieler, ist ein neues Angebot vieler Reiseveranstalter für Kreuzfahrten: Golf auf Kreuzfahrtschiffen wird somit bei freien Spieler und bei Clubspielern aller Orten immer beliebter.

Golf - ein Sport mit und inmitten der Natur

Golf wird mit 14 verschiedenen Schlägern gespielt, die den Ball unterschiedlich weit transportieren. 18 Spielbahnen bilden das Spielfeld, den Golfplatz, der im optimalen Fall mit 72 Schlägen gespielt wird. Für jede Spielbahn ist eine bestimmte Schlaganzahl, Par genannt, festgelegt und abhängig von ihrer Länge werden sie in Par 3, 4 und 5 eingeteilt. Jede Spielbahn beginnt mit dem Abschlag, von hier aus schlägt der Golfer den Ball möglichst weit in Richtung Grün. Das Grün ist eine runde oder ovale Fläche mit sehr kurz gemähtem Gras und einem Loch mit dem exakten Durchmesser von 10,8 Zentimeter, in das es gilt, den Ball zu einzulochen. Zwischen dem Abschlag und dem Grün liegt die Spielbahn, auch Fairway genannt. Auf diesem Fairway sind einige Hindernisse angelegt, wie zum Beispiel mit Sand gefüllte Flächen, die als Bunker bezeichnet werden oder auch Wasserhindernisse, gebildet von kleinen Bächen oder Teichen. Am Grün werden alle Schläge des Spielers zusammengezählt und mit den Ergebnissen der anderen Spielbahnen addiert. Das Handicap im Golf errechnet sich durch die Gesamtzahl aller Schläge abzüglich des vorgebenen Par von 72. So ermittelt jeder Spieler sein persönliches Handicap, das es gilt, auf jeder Golfrunde erneut zu spielen. Golf ist eine der wenigen Sportarten, bei der Spieler der unterschiedlichsten Spielstärken miteinander spielen können und sogar der Schwächste eine reelle Chance hat, zu siegen. Und genau dies macht Golf so faszinierend: Kein Golfer weiß beim Start, ob er sein Handicap spielen wird.

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